Dienstag, 1. Februar 2011

Alter vor Schönheit, FSK vor FKK?

Kunst liegt bekannterweise im Auge des Betrachters. Zumindest könnt Ihr jetzt, Dank Google, diverse Museen und Werke virtuell begutachten. Wahrhaftig behaupten zu können: „Vangogh? Kenn ich schon!“ - Das hat Stil und klingt wesentlich erwachsener als: „Heute einen blauen Helm gefarmt. Will Pizza bestellen!“

Fehlt nur noch die passende App, um sich auf Facebook über die betrachteten Werke auszutauschen. Facebook wird übrigens in drei Tagen 7 (hier könnt Ihr gratulieren ), das heißt Schulpflicht! Wikipedia wurde letzten Monat 10. Google wird 13 und dürfte in Kürze seine Unschuld verlieren (oder hat schon?). Mit zahlreichen Initiativen zur Internetgesellschaft und einem eigenen Betriebssystem betritt die Firma erstmals rauen Boden. Falls nach den letzten Personalmaßnahmen noch Platz für eine erfahrene Internetnutzerin im Aufsichtsrat wäre... Lillian Lowe ist 103 und ist dem Profilbild nach per IPad unterwegs.

Absolut im Trend, denn Rentner stürmen zur Zeit die sozialen Netzwerke. 1189 Freunde hat Lillian, „nur“ 130 hat der durchschnittliche Nutzer (Zumindest wenn man „Nutzer“ wie „Max Wohnen“ mitzählen würde). Werbung ist bekanntlich informativ und wissenswert und die 68'er wünschen sich 40 Jahre später nur noch einen Breitbandanschluss und Schuhe.

Valentinstag kann (trotz/mit?) Werbung, Blumen und Geschenken super werden. Dieses Jahr werden die Blumen ohne Wochenendaufschlag geliefert! Singles empfehle ich an dem Tag TRON 3D. Der Film ist wirklich schön und wer braucht schon „User“ um Spaß zu haben. In diesem Sinn beende ich den aktuellen Blog zum Thema „Freie Kultur und Kunst“ [Link zensiert].



Anmerkung der Redaktion: Da das neue Jugenschutzgesetz nicht wie geplant 2011 in Kraft getreten ist, verzichte ich vorerst großzügig auf eine zertifizierte Altersfreigabe. Minderjährige folgen bitte nicht den Links.

Montag, 3. Januar 2011

Sieht Scheiße aus! ...Gefällt mir

Was wäre Facebook ohne die permanenten Liebesschwüre „gefällt mir“? Inzwischen findet Ihr den blauen Daumen auch auf externen Seiten, vor Likejacking warnt Wikipedia. Da stellt sich schon die Frage: Wann gibt es den Daumen nach unten? Das gefällt 29 Menschen und das sollten ruhig noch mehr werden :) . Das Photo von der letzten Party sieht unvorteilhaft aus? Ein alter Freund hat alte Kindergartenbilder eingescannt und Dich darauf markiert? Hier fehlt eindeutig ein Daumen-Runter-Button.
Ich-mag-Bekenntnisse werden als Neuigkeit auf meine Pinnwand genagelt, Freundschaftsanfragen müssen befürwortet und genehmigt werden. Dass sich ein Freund heimlich davon geschlichen hat, erkennst Du nur, wenn Du genau Buch führst. Bei 3 Freunden ist das überschaubar, bei 1047 wird es schon zeitaufwendig. Keine Weihnachtsgrüße verschickt? 10 Freunde weniger. Nicht 1x pro Monat „gefällt“ betätigt: schon wieder verschwinden 3 Freunde aus der Sicht. Twitter dürfte dabei Rekordhalter im Gewinnen und Verlieren neuer „Freunde“ , Verzeihung: „Followers“, sein. Ich habe für Euch 3 Möglichkeiten zusammengestellt, wie Ihr Euch höflich bedanken könnt.

Möglichkeit 1:
Nutze den größten Microbloggerdienst Twitter für eine öffentliche Nachricht. „@VerkaufeBlaBla ist ein Spamer“ ist dann bei Deinen Freunden aber auch im Profil von VerkaufeBlaBla abgelegt.

Möglichkeit 2:
Gründe ein Event auf Myspace und gib ihm den passenden Namen. Vorteil: Du kannst mehr als 100.000 Menschen erreichen, wie der nachfolgende Link zum Thema „Bring back the old Myspace!“ zeigt.


Möglichkeit 3:
Lade ein Bild in Dein Album „Hall of Shame“ auf facebook (ein passendes werdet Ihr schon finden ;) und markiere die betreffende Person („Taggen“). Alle Deine Bekannten und alle Bekannten von MrLover erhalten eine Neuigkeit „MrLover wurde auf einem Foto markiert – Verlierer des Monats“. Vorteil: Bilder sagen manchmal mehr als Worte...
++zum Bild++

Wenn Euch dieser Beitrag gefällt, dann drückt den Daumen. Wenn nicht: Siehe oben...

Mittwoch, 10. November 2010

Warum Schweine fliegen könn(t)en


Das Internet informiert uns schneller, umfangreichen, genauer – aber auch wahrheitsgemäßer? Wenn Ihr eine Information sucht oder überprüfen wollt, wählt Ihr die Wikipedia (die Ihr selbst mitgestalten könnt), fragt Ihr Google (dessen Suchindex nicht ohne Grund so beliebt ist), informiert Ihr Euch bei einer respektablen Quelle (Ministerien, angesehene Fachzeitschriften)? Sucht Ihr im Internet nur nach Fragmenten die Eure vorgefertigte Meinung wi(e)derspiegeln oder fragt Ihr im Forum Eurer Wahl nach?
Das Problem möchte ich an einem Beispiel verdeutlichen, welches nicht allzu häufig vorkommen sollte. Ihr seht „so etwas wie“ ein fliegendes Schwein. Ihr habt nun folgende Optionen mit dieser neuen Information umzugehen.

  1. Ihr ignoriert das gerade gesehene (und alles andere was zu weit von Eurem Standpunkt und Weltbild entfernt liegt). Das hilft Euch, einen klaren Kopf zu bewahren und birgt das Risiko einem Tunnelblick zu unterliegen.
  2. Ihr vertraut Eurer Intuition (und damit Allem was Ihr bisher unbewusst und bewusst wahrgenommen habt. Das ist zwar nicht immer für einen Dritten nachvollziehbar, dafür fühlt Ihr Euch gut damit.
  3. Ihr vertraut auf Euren Glauben und / oder den Grundwerten Eurer Kultur. Dann steht Ihr zumindest nicht allein mit Eurer Meinung. Gleiches gilt wenn Ihr
  4. der Mehrheit glauben schenkt (Ihr fragt Eure Nachbarn, ob die das auch gesehen haben und weniger betrunken sind) oder
  5. wichtigen Menschen.
  6. Schließlich könnt Ihr Euch auch auf das besinnen, was Ihr bisher als Erkenntnis gewonnen habt, was die Logik und Wissenschaft implizieren. In diesem Falle werdet Ihr Euch schwer tun, eine vernünftige Erklärung zu finden, die NICHTS mit unreifen Pilzen oder Tagträumen zu tun hat.
Welche Entscheidung Ihr auch trefft, Sie bestimmt was bei Euch als „erlebt“ und „wahr“ gespeichert wird. Vielleicht habt Ihr schon einmal hinter die Fassade von Wikipedia geschaut, auf die langen Listen von Diskussionen auf simple Fragen. In welchem Stadtteil steht eine Akademie? Oder Ihr habt schon einmal versucht einen falschen Beitrag in einem Forum oder einen Link bei Google zu löschen. Fliegende Schweine hat übrigens eine eigene Domain und 54.100 Hits in Google.


Bleibt bodenständig und lasst Euch nicht aufs Glatteis führen. Oliver

Dienstag, 26. Oktober 2010

Winterzeit ist Virenzeit

8 Wochen vor Weihnachten sorgen Nässe und Kälte wieder für rote Nasen. Bis November könnt Ihr Euch noch der jährlichen Grippeimpfung unterziehen. Eurem Rechner geht es da nicht viel besser, es ist die Saison von Conficker & Co, wenn kreative Programmierer in Nächten, die immer länger werden, neues Leben entstehen lassen. Zum Schutz der Windowsrechner bietet Microsoft selbst inzwischen einen kostenfreien Rundumschutz an, die Microsoft Security Essentials. Wer sich bereits infiziert hat, darf sein Glück mit dem monatlichen aktuellen Malicious Software Removal Tool versuchen. Vorsorge ist besser als Nachsorge? Mit Microsoft OneLive Care könnt Ihr Euren PC nach Sicherheitslücken scannen und nebenbei noch die Registrierung bereinigen. Falls Ihr Euch bei soviel kostenfreier Hilfe fragt, ob es denn nicht auch etwas für den großen Geldbeutel gibt? Ja, Schals für 695 € zum Beispiel. Vielleicht ist die Vorweihnachtszeit aber auch eine gute Gelegenheit für eine Spende, den Link dorthin findet Ihr bestimmt auch ohne mich ;).


Ich wünsche uns Allen eine schöne Vorweihnachtszeit und bald Schnee, Euer Oliver

Freitag, 15. Oktober 2010

SPAM 2.0

Blog kommt nicht von Blocken sagen wir uns zu Recht und schreiben munter drauf los, wenn weder Qualität noch Quantität zum Buch reichen (A.d.R. das gilt auch für diesen Autor). 5-6 Leser erreicht selbst der ungeübteste Schreiber, Google, Twitter und Yasni sei Dank. Wer auf Nummer sicher geht, sammelt Freunde auf facebook ein (1000 sollten es dann aber schon sein), markiert seine eigenen Links an allen (un-)möglichen Stellen und markiert alle Freunde in Wochenposts oder auf Bildern. Kettenmail mal anders. Zurück zur Qualität. Ein Limit auf 160 Zeichen hätte der Grundstein für eine neue Kunstform der Literatur werden können, minimalistische Ultra-Kurzgeschichten wie es uns die Fachpresse seit Jahres erfolgreich vormacht. Überschrift und Bild - mehr braucht der typische Leser nicht. Inhalt hält auf, Inhalt ist langweilig. Teile Deinen Mitmenschen in 160 Zeichen (oder dem passenden Smilie) und einem Link mit, wie Du Dich fühlst. Verteile diese wichtige Neuigkeit an alle Freunde, Bekannte und Verbündete.Wem für persönliche Postings die Zeit fehlt, der kann auf Apps zurückgreifen. Diese verteilen dann automatisiert die Informationen. Herr M. hat gerade den Elbtunnel verlassen und steht die nächsten 30 Minuten für Telefonkonferenzen  in HSDPA-Qualität zur Verfügung zum Beispiel. Das Mikrowellen einen Internetanschluss brauchen ist für den gebildeten Nutzer ein alter Hut. Neu und noch weniger verbreitet sind Statusmeldungen des heimischen Kühlschrankes. Der Kühlschrank meldet dann in 160 Zeichen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum des Joghurts überschritten ist. Denkbar auch: "Der Schokoladenvorrat hat sich gerade um 20% verringert - Möchten Sie a) Nachbestellen, b) Ignorieren oder c) Nochmal erinnert werden." Ob dieser Text nur SPAM ist oder auch etwas konstruktives enthält, müsst Ihr entscheiden. Die Kommentarfunktion steht Euch offen. SPAM wird gelöscht. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, bin müde und fröhlich, sitze gerade im Zug, ....

Freitag, 8. Oktober 2010

grüne IT im Sommer, weiße im Winter?

Blätter färben sich jeden Herbst und fallen schließlich vom Baum. So wirft auch die IT jedes Jahr rechtzeitig zum Jahresende Ballast über Bord. Der Frühling auf den wir dann warten müssen wird von der CeBit eingeleitet. Im Herbst werden keine Trends gesetzt, es wird verkauft, gearbeitet und gespielt. Kommt das WeTab bereits zu spät oder genau richtig? Ich persönlich freue mich auf die ersten Erfahrungsberichte, wie sich die verschiedenen Touch Books bei Schnee und Kälte verhalten. Ersteinmal mit dem Handschuh das Weiße und Feuchte zur Seite streichen, um dann die Wollhandschuhe abzustreifen und zwischen den Lippen einzuklemmen...
Im Wohnzimmer habt Ihr dann die Wahl zwischen einem ansprechenden Fernsehprogramm auf 52", dem klassischen PC mit 24" Flachbildmonitor oder einem 8-12" großen "Brettchen". Nur wenn die Kinder das Fernsehprogramm diktieren, Arbeitszimmer und unbeheiztes Schlafzimmer zusammenfallen oder Schwiegereltern eine persönliche Anwesenheit erfordern, schlägt die Stunde der neuen Riesen. Immerhin hat sich die Größe im Vergleich zum IPhone locker verdoppelt.
Doch selbst wenn der Winter kalt und weiß wird und ein großes Netzteil zur Raumtemperatur einen wichtigen Beitrag leistet. Lasst das Blatt der "grünen" IT nicht gänzlich Baum fallen. Leicht und stromsparend wird auch 2012 zur Triebfeder vieler neuen Ideen, Trends und Produkte werden. Schaut im Vorweihnachtskauf auf Stromverbrauch, Materialien und Wiederverwendbarkeit. Der nächste Sommer kommt und mit ihm die grünen Wiesen, die Hitze und die Freude über IT, welche leicht, mobil und trendy ist. Wer mag schon Spiegeleier auf seiner Hose braten? Wer mag schon uncool sein?

Mittwoch, 29. September 2010

Urlaubsreif?

Überarbeitet und urlaubsreif? Lust auf Urlaub aber weder Geld noch Zeit übrig?

vileben macht Euch, werte Leser, ein besonderes Angebot: virtueller Urlaub. Denn was ist das schönste und erholsamste am Urlaub?
  1. Du bist nicht erreichbar und alle Probleme müssen von jemand anderen gelöst werden.
  2. Du hast Zeit für viele andere Dinge die mehr Spaß machen.
Doch wie soll das funktionieren, wenn jedes Hotel mit ansprechender Küche inzwischen auch WLAN-anbietet? Wenn nach dem Essen nicht mehr der Weg zur Bar sondern zum Notebook führt? Wenn Dank IPhone & Co die Erreichbarkeit nie abbricht?

Der Trick ist, die Koffer daheim zu lassen und nur im Internet zu verreisen. Es kostet Dich nur ca. 30 Minuten Reisevorbereitung und kein Geld. 
  1. PC anschalten
  2. E-Mail öffnen, Abwesenheitsagenten aktivieren und auf einen toten Briefkasten umleiten
  3. In allen sozialen Netzwerken eine Urlaubsnachricht eintragen (z.B. "Bin in 3 Wochen wieder zurück")
  4. Überall ausloggen und Chat / Messanger vom Autostart entfernen
  5. Internetverbindung am Handy ausschalten, Anrufbeantworter aktivieren und das Band mit eigenen Nachrichten bis zum Limit füllen (10 Minuten reichen in der Regel).
Du bist jetzt nicht mehr erreichbar. Befreit vom Internet, Mails, News, RSS, Newslettern, Statusaktualisierungen, Geburtstagserinnerungen, Freundschaftsanfragen und SMS steht dem virtuellen Urlaub nichts mehr im Weg. Und zu Hause bleiben hält den Weg zu Kühlschrank, Fernseher und Bett kurz.  Einfach entspannen, plaudern, fernsehen, Essen gehen oder langsam bis eine Million zählen. Dinge, die früher selbstverständlich waren bevor "Fair-Flaterates" erfunden wurden. Wer mag geht (falls vorhanden) tagsüber auf Arbeit (Wichtig: Auch hier Mail und Telefon umleiten!). Der Perfektionist sammelt rechtzeitg vor Urlaubsende ein paar nette Bilder auf Google ein. Das macht a) glaubwürdig und b) eifersüchtig. Virtuelle Freunde, die eine solche Auszeit übelnehmen, sind es sowieso nicht wert. Besonders zu empfehlen ist im übrigen auch hier der Urlaub zu zweit.


Wenn Euch die Idee gefällt, dann schreibt keinen Kommentar sondern schaltet das Internet ab.
Wir sehen uns dann im November zu Regen, Dunkelheit und Lebkuchen.